03.09.2015 | Besondere elektronische Anwaltspostfach

Bundesnotarkammer beginnt mit beA-Zertifizierung - Kosten und Einstiegsvarianten

Startschuss für besondere elektronisches Anwaltspostfach ist gefallen - bei der BNotK geht es los
Bild: mailingwork GmbH

Das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) rollt auf die Kanzleien zu, natürlich nicht kostenlos. Um es benutzen zu können, ist eine  Erstregistrierung mit einer von der Bundesnotarkammer (BNotK) im Auftrag der BRAK herausgegebenen beA-Karte notwendig. Die BNotK hat hierzu seit dem 1.9. eine Internetseite eingerichtet. Hier die Details zu Einstieg und Ausstattung.

Ab 1.1.2016 das neue besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) an den Start gehen. Für den Bestellprozess ist eine eindeutige Identifikationsnummer erforderlich, die BRAK und BNotK jedem Rechtsanwalt in einem persönlichen Brief mitteilen.

Anwältinnen und Anwälte, das Schreiben bis Ende September nicht erhalten haben, werden gebeten, sich an die BNotK zu wenden.

Zum Einstieg ist eine beA-Karte nötig, die bei der Bundesnotarkammer unter Angabe einer von der BRAK mitgeteilten Identifikationsnummer bestellt werden kann.
BeA-Karte Basis für 29,90 Euro

Die beA-Karte ist in 2 Varianten erhältlich:

  • als beA-Karte Basis, die für die Erstregistrierung und die tägliche Anmeldung verwendet werden kann.
  • Außerdem besteht die Möglichkeit, die Basiskarte mit einem qualifizierten elektronischen Signaturzertifikat auszustatten, sodass darüber hinaus auch das Signieren von Dokumenten möglich ist (beA-Karte Signatur).

Die beA-Karte Basis wird 29,90 Euro kosten, die beA-Karte Signatur 49,90 Euro. Für die Bestellung ist die Erteilung einer SEPA-Einzugsermächtigung erforderlich, außerdem muss für die weitere Kommunikation eine gültige E-Mail-Adresse angegeben werden. 

Kartenlesegerät ab 59,90 Euro

Über die BNotK können auch Kartenlesegeräte und weitere Chipkarten bzw. Softwarezertifikate für den Zugriff auf das beA-Postfach, z.B. für Mitarbeiter erworben werden.

  • Die Luxusversion, der cyberJack® RFID komfort von Reiner SCT ist ein Chipkartenleser, der nahezu alle Anwendungsmöglichkeiten von Chipkarten unterstützt. Neben der Nutzung für das beA-System kann der Kartenleser auch für die Erstellung von qualifizerten elektronischen Siganturen, für den neuen Personalausweis sowie für Online-Banking genutzt werden. Die Kosten inkl. Verpackung und Versand belaufen sich auf 129,90 € einmalig (zzgl. USt.).
  • Die einfachere Variante stellt der Chipkartenleser cyberJack® secoder dar. Auch er ist für die Anmeldung am beA und für die Erstellung qualifizierter elektronischer Signaturen einsetzbar. Der Kartenleser gewährleistet eine maximale Sicherheit, da nur die Daten ausgelesen werden, die mittels Eingabe des PIN freigegeben sind. Kosten: Inkl. Verpackung und Versand 59,90 € einmalig (zzgl. USt.).

Die beA-Karte Basis kann auch nachträglich ohne Kartenaustausch zu einer beA-Karte Signatur aufgewertet werden. Beide Lesegerätvarianten können direkt onlineüber die BNotK bezogen werden.

Vgl. ausführlich zu dem Thema:

Zum 1.1.2016 kommt das besondere elektronische Anwaltspostfach

Ermunterung für Zauderer:

Muss es denn wirklich sein?

Seminar zum Elektronischen Rechtsverkehr

Die Vorbereitung auf das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) und der elektronische Rechtsverkehr sind in aller Munde. Was kommt auf die Anwaltskanzleien zu und was auf die Anwälte persönlich?

Dr. Wolfram Viefhues gibt am 27.10.2015 um 10:00 Uhr einen Überblick, u.a. zu diesen Themen:

  • Welche Auswirkungen hat der elektronische Rechtsverkehr auf die konkrete Arbeit in den Anwaltskanzleien?
  • Was genau ist das besondere elektronische Anwaltspostfach?
  • Wie erfolgen in Zukunft Zustellungen?
  • Wie steht es mit der elektronischen Akte?

Die Teilnahme am Seminar ist für Sie kostenfrei.

Schlagworte zum Thema:  Besonderes elektronisches Anwaltspostfach

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