06.02.2012 | Kanzleitipps

Anwalts Internetauftritt: Als Kanzlei mit perfekter Website punkten

Zunehmende Konkurrenz zwingt Anwälte zur Spezialisierung. Äußeres Zeichen muss nicht immer ein Fachanwaltstitel sein. Auch Branchenkenntnisse, Publikationen oder Kenntnisse ausländischen Rechts sind geeignet, von der Masse der zugelassenen Anwälte abzuheben. Die Pluspunke sollten aber ins rechte Licht gerückt werden: mit einem grafisch wie inhaltlich überzeugenden Internetauftritt.

Fest steht: Nahezu alle Rechtsuchenden informieren sich heutzutage zunächst via Internet über den Anwalt ihres Vertrauens.

 

Aquisition am Mandantenbildschirm: Auftritt aus einem Guss

Wer sie zu Mandanten machen will, der sollte sein Geschäftsmodell, den Web-Auftritt und das Marketing geschickt mit seinen Spezialkenntnissen und seiner Person kombinieren.

Allerdings bestehen hinsichtlich der Social Media Dienste von Facebook & Co bei den Anwälten noch erhebliche Ressentiments. Zu recht! Denn die Datenschutzproblematik ist nach wie vor nicht gelöst. 

 

Markenpflege in beiden Welten betreiben

Das heißt aber nicht, dass die Advokaten ganz auf die digitale Welt verzichten sollten. Im Gegenteil: Beim Inangriffnehmen des eigenen Internetauftritt ist in Sachen Planung und Qualität eher Klotzen angesagt, als Kleckern.

Denn verglichen mit Anzeigenpreisen in Printmedien lohnt sich die Investition in den eigenen Internetauftritt langfristig. Auf keinen Fall reicht es, sich für 100 EUR eine Standard-Homepage zusammenbauen zu lassen.

Wer hier an der falschen Stelle spart, darf sich nicht wundern, wenn er dauernd von Verbrauchern um kostenfreien Kurzrat per eMail gebeten wird. Nobel und gediegen kommt hier bei den meisten Fachgebieten besser rüber, als der "gute Kumpel von nebenan", zumindest rechnet es sich eher.

 

Aktualisierungen delegieren

Auch im Internet gilt, dass man nur das herausbekommt, wenn man hereinsteckt. Wer zum Beispiel 10.000 EUR in einen zeitgemäßen Internetauftritt investiert, signalisiert damit von vorneherein bestimmten, für ihn nicht so interessanten Usern, dass sie lieber einen Klick weiter ihr Glück versuchen sollten.

  • Dabei muss der Anwalt längst nicht alles selbst machen. Aktualisierungen der Homepage in Form von neuen Informationen kann man gut an Mitarbeiter delegieren.
  • Noch besser, weil Ressourcen sparend, ist es, die Homepagepflege an einen externen Dienstleister auszulagern, der sich damit auskennt.
  • In Kanzleien mit mehreren Berufskollegen sollte jedenfalls eine klare und gemeinsame Strategie erkennbar sein, so dass auch Überschneidungen vermieden werden.

 

Als Experte positionieren

Auch im Internet gilt: Der Anwalt sollte sich darum bemühen, sein Image als Experte zu bestimmten Rechtsfragen und in einzelnen Rechtsgebieten zu schärfen.

Beispiel: Wer also etwa Bauunternehmer gegen Bauherren und Handwerker vertritt, tut gut daran, sich mit entsprechenden Verbänden und Personen zu vernetzen und Rechtsinformationen im Internet zugänglich zu machen und journalistisch aufzubereiten, die genau diese Zielgruppen benötigen.

 

Suchmaschinen-Optimierung: Lieber weiter oben stehen

Dabei ist darauf zu achten, dass der externe Internetdienstleister, mit dem die Kanzlei zusammenarbeitet, sein Handwerk versteht und die Kanzlei in den Suchmaschinen-Ranglisten durch Optimierung und geschickte suchmaschinenfreundliche Strukturierung der Seite nach vorne bringt.

Rechtsberatung lebt aber vor allem von der Individualität des einzelnen Anwalts. Deshalb sind Ideen gefragt - maßgeschneiderte Lösungen, die zeigen, dass der Anwalt seine Mandanten kennt.

Da reines Nachahmen auch im Internet wenig Aussicht auf Erfolg hat, sollte man vor der Freischaltung der eigenen Homepage Geschäftspartner, Mitarbeiter und Freunde nach ihrer Meinung fragen und ggfls. erst einen Probelauf durchführen.

Auch beim Online-Auftritt sollte der Anwalt nicht auf einen Businessplan verzichten. Nur so lässt sich kontrollieren, wann sich die Investition rechnet und wie viel Zeit und Geld überhaupt investiert werden müssen.

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