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Schauen Sie genau hin: Viel hat sich letztlich nicht getan, aber einige Neuerungen sind von praktischer Bedeutung. Bild: Haufe Online Redaktion

Das Ergebnis der Reform insgesamt ist weit weniger spektakulär als ursprünglich von den Initiatoren gewünscht und von der BRAK gefordert. Insbesondere die lang beschworene und geforderte Fortbildungpflicht wurde quasi versenkt. Einige Neuerungen sind aber durchaus von praktischer Bedeutung für Rechtsanwälte und Kanzleien und sorgen in Streitfragen für Klarheit.

Die Reform enthält zwei große Regelungsbereiche: Das innerstaatliche anwaltliche Berufsrecht wurde in einigen Punkten neu gefasst und es kam die überfällige Regelung der grenzüberschreitenden Tätigkeit der Rechtsanwälte und Patentanwälte innerhalb der EU.

Das sind die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  • Die Möglichkeit der Errichtung einer weiteren Kanzlei in Abgrenzung zur bloßen Zweigstelle;
  • das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA);
  • die (wieder mögliche) Zustellung von Anwalt zu Anwalt;
  • das Zeugnisverweigerungsrecht mitwirkender Personen;
  • die Ausgestaltung des elektronischen Anwaltsverzeichnisses der Anwaltskammern;
  • die Ermöglichung der Briefwahl bei der Wahl der Kammervorstände:
  • Die Dienstleistungsfreiheit, für die Tätigkeit von in der EU ansässigen Rechtsanwälten in Deutschland und umgekehrt war bereits vor der Reform weitgehend Rechtswirklichkeit, ist aber als ein Kernstück der Reform zu sehen.

Einige weitere Neuerungen sind eher schmückendes Beiwerk als spektakulär.

Schlagworte zum Thema:  Berufsrecht, Patentanwalt, Rechtsanwalt, Reform, Europarecht, Gesetz, Fortbildung, Berufliche Fortbildung

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