Der Hund geht so lange zum Wasser, bis ein Wasserschaden sich Bahn bricht. Das Richterleben kann nicht nur farbig, sondern  manchmal auch tierisch komisch sein! Doch wäre es möglich, dass hier der Richter zugleich auch ein Hundehalter war?

Ein besonders aktiver Hund eines Mieters spielte die Hauptrolle in einem Fall, über den das LG Hannover zu befinden hatte. Der Mieter hatte das Tier – wie zuvor mehrfach schon – im Gäste-WC eingesperrt. Während seiner Gefangenschaft missbrauchte der Hund eine Klopapierrolle als Spielzeug, verstopfte dabei mit dem Papier den Abfluss und öffnete, im wahrsten Sinne des Wortes zu allem Überfluss, auch noch den Wasserhahn. Ein riesiger Wasserschaden war die Folge. Die Gebäudeversicherung des Vermieters zahlte und wollte ihr Geld vom Mieter zurück.

„Diesen Verlauf konnte nun wirklich keiner ahnen“, sagte das LG Hannover (Urteil v. 23.3.2000, 19 S 1968/99) und wies die Forderung der Versicherung zurück. Dass der Hund die Rolle zerfetzt, sei vielleicht noch vorhersehbar. Alles Weitere beruhe aber auf einer Verkettung unglücklicher Umstände, sodass dem Mieter jedenfalls grobe Fahrlässigkeit nicht vorgeworfen werden könne.