22.07.2015 | Top-Thema Digitaler Nachlass: Richtiger Umgang mit Mail und Netz-Inhalten eines Verstorbenen

Was wird aus Online-Verträgen?

Kapitel
Vertragspflicht für Erben: Käufe und Verkäufe des Verstorbenen müssen abgewickelt werden
Bild: MEV-Verlag, Germany

Trotz des Todesfalles laufen Online-Verträge zunächst weiter. Hat der Verstorbene beispielsweise Abos für kostenpflichtige Dienste (Cloud-Speicher, E-Mail, Streaming-Dienste, Online-Zeitungsausgaben etc.) abgeschlossen, werden die Anbieter zunächst weiterhin Geld abbuchen und Rechnungen schicken, die meist als E-Mail zugestellt werden.

Die Erben als Rechtsnachfolger müssen auch für Vertragsaktivitäten im Internet einstehen.

Geschäftliche Transaktionen im Web

Von besonderer Bedeutung sind geschäftliche Transaktionen im Web. Hat der Verstorbene bei eBay oder anderen Plattformen Gegenstände versteigert, müssen die Erben diese Artikel auch an die Käufer übersenden. Umgekehrt müssen auch bestellte Waren angenommen und bezahlt werden. Denn generell gilt, dass die Erben die Vertragspflichten zunächst einmal erfüllen müssen. 

Gibt es noch Außenstände im Netz?

Die Erben haben andererseits aber auch Anspruch auf eventuell vorhandene Guthaben, etwa bei Online-Bezahldiensten wie Paypal oder ClickandBuy  und natürlich auch auf Konten bei Online-Banken. Mitunter wissen die Angehörigen bzw. Erben gar nicht, über welche Konten der Verstorbene verfügte und haben daher auch keine Möglichkeiten, mit den Unternehmen in Kontakt zu treten.

Schlagworte zum Thema:  Vertrag, E-Mail, Online-Profil, EBay, Online-Shopping, Online-Auktionen, Online-Käufer, Nachlass, Erbrecht

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