22.07.2015 | Top-Thema Digitaler Nachlass: Richtiger Umgang mit Mail und Netz-Inhalten eines Verstorbenen

Das E-Mail-Postfach - erste und wichtigste Anlaufstelle

Kapitel
Postfach ist die beste Anlaufstelle für Hinweise auf Online-Aktivitäten
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Das E-Mail-Postfach spielt in vielen Fällen bei der Verwaltung des digitalen Nachlasses eine zentrale Rolle. Denn hier finden sich neben allen möglichen Nachrichten meist auch solche E-Mails, aus denen sich Hinweise auf weitere vorhandene Online-Konten des Verstorbenen ergeben und dessen Aktivitäten lassen sich somit zumindest teilweise rekonstruieren.

In vielen Fällen sind diese E-Mails auch die einzigen Belege für die Eröffnung von Konten bei Online-Diensten oder die Bestellung kostenpflichtiger Abos.

Passwort-Probleme

Der Zugang zum E-Mail-Postfach setzt allerdings die Kenntnis des dazugehörigen Passworts voraus. Ist dieses nicht bekannt, wird die Sache deutlich komplizierter, denn dann benötigen die Erben zunächst einmal einen Erbschein, um an das Postfach zu gelangen. Aber selbst damit ist der Zugriff nicht bei allen E-Mail-Dienstleistern möglich, denn einige Anbieter, wie beispielsweise Yahoo, verweigern den Zugang generell und bieten lediglich an, das Konto mitsamt den hier gespeicherten E-Mails zu löschen. Provider wie GMX oder Web.de ermöglichen dagegen einen Zugang zu den E-Mails, wenn man einen Erbschein vorlegen kann.

Unterschiede zwischen Online-Diensten

Auch bei anderen Online-Diensten gibt es deutlich voneinander abweichende Regelungen, wie mit den Daten von Verstorbenen umgegangen wird und welche Nachweise die Angehörigen bzw. Erben beibringen müssen, um ein Konto beispielsweise zu deaktivieren, oder zu löschen.

Schlagworte zum Thema:  Mail, E-Mail, Online-Käufer, Online-Shop, Nachlass, Erbrecht

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