Kurzbeschreibung

Muster eines Antrags auf Zugewinnausgleich im Wege des Stufenantrags. Die Antragstellerin macht ihre Auskunfts- und Wertermittlungsansprüche sowie den Anspruch auf Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung in einer ersten Stufe geltend, während der Zahlungsanspruch erst nach der erfolgten Auskunftserteilung beziffert und somit in der zweiten Stufe geltend gemacht wird.

Stufenantrag auf Zugewinnausgleich

An das

Amtsgericht ...

– Familiengericht –

...

Stufenantrag auf Zugewinnausgleich

In der Familiensache

der ... Antragstellerin,

Verfahrensbevollmächtigte: Rechtsanwälte ...

gegen

... Antragsgegner,

Verfahrensbevollmächtigte: Rechtsanwälte ...

wegen Zugewinnausgleichs

vorläufiger Streitwert: ... EUR

zeige ich ausweislich beigefügter Verfahrensvollmacht die anwaltliche Vertretung der Antragstellerin an.

Namens und in Vollmacht der Antragstellerin wird beantragt:

Der Antragsgegner wird verpflichtet,

  1. der Antragstellerin Auskunft über sein Anfangsvermögen zum ..., sein Vermögen zum Zeitpunkt der Trennung am …und sein Endvermögen zum ... durch Vorlage eines schriftlichen, nach Aktiva und Passiva gegliederten und von ihm persönlich unterzeichneten Bestandsverzeichnisses zu erteilen sowie
  2. den Wert aller Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mitzuteilen,
  3. Belege zu den Aktiva und Passiva vorzulegen,
  4. die eidesstattliche Versicherung abzugeben, dass er das Anfangs- und Endvermögen vollständig und richtig abgegeben hat,
  5. an die Antragstellerin Zugewinnausgleich in einer nach Auskunftserteilung noch zu beziffernden Höhe nebst 5 Prozentpunkten Zinsen über den Basiszinssatz seit ... zu zahlen.

Vorsorglich wird schon jetzt beantragt, bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen ohne mündliche Verhandlung durch Versäumnisbeschluss zu entscheiden.

Begründung:

Die Beteiligten waren seit dem ... im Güterstand der Zugewinngemeinschaft miteinander verheiratet. Sie trennten sich am … mit seit ... rechtskräftigem Beschluss des Amtsgerichts ... – Familiengericht – vom ... , Gz.: ..., sind die Beteiligten geschieden. Der diesem Beschluss vorangegangene Scheidungsantrag der jetzigen Antragstellerin ist dem Antragsgegner am ... zugestellt worden.

Beweis: Beiziehung der Akten ..._ (Geschäftszeichen des Scheidungsverfahrens) des Amtsgerichts ... – Familiengericht –

Die Antragstellerin verfolgt die ihr zustehenden Ansprüche im Wege des Stufenantrags. So macht sie ihre Auskunfts- und Wertermittlungsansprüche sowie den Anspruch auf Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung in einer ersten bzw. zweiten Stufe geltend, während der Zahlungsanspruch erst nach der erfolgten Auskunftserteilung beziffert und somit in der dritten Stufe geltend gemacht wird.

Der Antragsgegner ist mit Schriftsatz vom ... unter Fristsetzung bis zum ... zur Auskunftserteilung und Zahlung der sich aus einer ordnungsgemäßen Auskunft ergebenden Zugewinnausgleichsforderung aufgefordert worden.

Beweis: Schreiben vom ... in Kopie, Anlage K1

Weder hat der Antragsgegner die erbetenen Auskünfte erteilt noch einen Zugewinnausgleich geleistet.

Der Auskunfts-, Wertermittlungs- und Belegungsanspruch wird auf §§ 1379, 1384 BGB, der Anspruch auf Abgabe der eidesstattlichen Versicherung auf §§ 1379, 260 Abs. 3 BGB und der Zahlungsanspruch auf § 1378 BGB gestützt. Der Zinsanspruch ergibt sich aus § 284 Abs. 1 BGB.

Beglaubigte und einfache Abschrift anbei.

...

Rechtsanwältin/Rechtsanwalt

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