ZAP 6/2017, Private Unfallversicherung: Kausalitätszusammenhang bei Vorschäden

(BGH, Urt. v. 19.10.2016 – IV ZR 521/14) • In der privaten Unfallversicherung genügt es für einen adäquaten Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und Gesundheitsbeeinträchtigung, dass das Unfallereignis an der eingetretenen Funktionsbeeinträchtigung mitgewirkt hat, wenn diese Mitwirkung nicht gänzlich außerhalb aller Wahrscheinlichkeit liegt. Eine wesentliche oder richtungsgebende Mitwirkung ist – anders als im Sozialversicherungsrecht – nicht zu verlangen. Daher schließt das Vorhandensein von Vorschäden für sich genommen die Kausalität nicht aus. Hinweis: Mit seiner Entscheidung hat der BGH klargestellt, dass in der privaten Unfallversicherung nicht von einem eigenständigen unfallversicherungsrechtlichen Kausalbegriff auszugehen sei, sondern eine ausreichende Adäquanz schon bei einer nicht gänzlich außerhalb aller Wahrscheinlichkeit liegenden Mitwirkung vorliege. Anders als im Sozialversicherungsrecht, wo eine wesentliche oder richtungsgebende Mitwirkung verlangt werde.

ZAP EN-Nr. 186/2017

ZAP F. 1, S. 291–291

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