ZAP 18/2015, Anwaltsrobe mi... / I Einführung

Das Wachstum der Rechtsanwälte und der steigende Konkurrenzdruck verlangen aktive Marketingmaßnahmen. Außerhalb der Kreise der Freien Berufe ist es durchaus üblich, dass die Arbeitskleidung mit dem Firmenlogo oder ähnlichem versehen ist (nur außerhalb der Kreise der Freiberufler).

Gemäß § 20 BORA trägt der Rechtsanwalt, soweit es üblich ist, als Berufstracht eine Robe. Das Tragen dieser Robe soll die Rechtsstellung des Rechtsanwalts als unabhängiges Organ der Rechtspflege im Gerichtssaal unterstreichen (kritisch Gaier/Wolf/Göcken-Zuck, Anwaltliches Berufsrecht, § 20 BORA Rn. 2). Der Rechtsanwalt wird äußerlich zur Parteirolle erhoben und den anderen Rechtspflegeorganen gleichgestellt. Daher wird die Verpflichtung des Rechtsanwalt, neben den Interessen des Mandanten, auch der Rechtspflege und Rechtsordnung zu dienen, hervorgehoben (vgl. Henssler/Prütting-Prütting, Bundesrechtsanwaltsordnung, § 20 BORA, Rn. 3). Die Formulierung "soweit das üblich ist" bezieht sich nicht nur darauf, ob vor dem konkreten Gericht Rechtsanwälte eher mit Robe auftreten, sondern auch auf die optische Gestaltung der Robe (vgl. Henssler/Prütting-Prütting, a.a.O., § 20 BORA, Rn. 4).

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