VI Das Kapital / 4.1.1 Wandelanleihen
 

Rz. 1244a

Eine Wandelanleihe gemäß § 221 Abs. 1, 1. Fall AktG räumt dem Gläubiger das Recht ein, entweder den Rückzahlungsanspruch aus einer Schuldverschreibung gegen die Gesellschaft geltend zu machen (§ 793 Abs. 1 BGB) oder, gegen Hingabe der Schuldverschreibung und unter Aufgabe der darin verbrieften Rechte, Aktien der emittierenden AG zu beziehen. Der Gläubiger muss sich – anders als bei der Optionsanleihe – zwischen beiden entscheiden. Die Einzelheiten der Schuldverschreibung (z. B. über Zinshöhe, Fälligkeit der Zinsen und Rückzahlungszeitpunkt) und des Aktienerwerbsrechts (z. B. zu Wandelungsfrist, Wandelungspreis und Art der zu erwerbenden Aktien) können im Wesentlichen frei vereinbart werden. Der ursprünglich auf die Anleihe gezahlte Betrag wird rechtlich zur Einlage auf die Aktie umgewidmet mit der Folge, dass diese nicht als Sacheinlage, sondern nach gesetzlicher Regelung (§ 194 Abs. 1 S. 2 AktG) als Bareinlage zu werten ist.

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