Vermietete Eigentumswohnung / 2.2 Zustimmung zur Vermietung der Eigentumswohnung

Als Inhalt des Wohnungseigentums kann im Rahmen der Teilungserklärung oder der Gemeinschaftsordnung wirksam bestimmt werden, dass ein Wohnungseigentümer zur Überlassung der Wohnung an einen Dritten im Rahmen einer Vermietung der Zustimmung des Verwalters oder aber der Eigentümergemeinschaft bedarf. Die hiernach erforderliche Zustimmung darf nur aus wichtigem Grund verweigert werden. Das Zustimmungserfordernis muss als Vereinbarung – beispielsweise in der Gemeinschaftsordnung – festgelegt werden. Ein entsprechender Mehrheitsbeschluss ist nicht ausreichend, er wäre mangels Beschlusskompetenz nichtig.

 

Achtung

Aufhebung des Zustimmungserfordernisses durch einfachen Mehrheitsbeschluss?

Bekanntlich können die Wohnungseigentümer die Veräußerung des Wohnungseigentums gemäß § 12 Abs. 1 WEG von der Zustimmung eines Dritten abhängig machen. Durch das WEG-Reformgesetz ist den Wohnungseigentümern in § 12 Abs. 4 WEG die Beschlusskompetenz zur Aufhebung einer vereinbarten Veräußerungszustimmung mittels einfachem Mehrheitsbeschluss eingeräumt worden. Soll also auch eine vereinbarte Vermietungszustimmung nachträglich wieder aufgehoben werden, bedarf es hierfür jedoch nach wie vor einer entsprechenden Vereinbarung, lediglich ein einfacher Mehrheitsbeschluss ist nicht ausreichend.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Deutsches Anwalt Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Deutsches Anwalt Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge