Verkauf einer Ferienwohnung als Geschäftsveräußerung

Steuer­pflichtige Vermietung

Im Streitfall hatte die Klägerin im Jahr 2003 steuerpflichtig eine Ferienwohnung erworben, die sie dann über einen Vermittler steuerpflichtig an ständig wechselnde Feriengäste vermietete.

Veräußerung der Wohnung

Im Streitjahr veräußerte die Klägerin die Wohnung, wobei im Kaufvertrag keine Regelungen zur Umsatzsteuer getroffen wurden. Zu diesem Zeitpunkt war die Wohnung nicht vermietet. Der Erwerber beauftragte mit der Mietersuche denselben Vermittler, der auch schon für die Klägerin tätig gewesen war.

Geschäfts­veräußerung im Ganzen

Im Gegensatz zum Finanzamt, das eine steuerfreie Grundstückslieferung mit der Folge der Vorsteuerberichtigung nach § 15a UStG angenommen hatte, sahen Finanzgericht und BFH den Vorgang als Geschäftsveräußerung im Ganzen an, die nicht steuerbar ist und auch keine Vorsteuerberichtigung auslöse. Zwar habe hier die Grundstückslieferung nicht zu einem unmittelbaren Übergang eines Mietverhältnisses geführt, da die Wohnung im Zeitpunkt der Lieferung nicht vermietet war. Bei Ferienwohnungen müsse jedoch berücksichtigt werden, dass sie nicht zur langfristigen, sondern zur wiederholten kurzfristigen Vermietung bestimmt seien, sodass aus vorübergehenden Leerständen nicht auf eine Unterbrechung oder Beendigung der Vermietungstätigkeit zu schließen sei.

(BFH, Urteil v. 5.6.2014, V R 10/13)

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Deutsches Anwalt Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Deutsches Anwalt Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge