Der Verdienstausfall während der Pflegezeit von bis zu 6 Monaten kann als Aufwand über die Verhinderungspflege abgerechnet werden.

Dies ist möglich, wenn

  • der freigestellte Beschäftigte die Verhinderungspflege übernimmt,
  • die Wartezeit von 6 Monaten erfüllt ist,
  • ein naher Angehöriger gepflegt und
  • die Pflege in häuslicher Umgebung durchgeführt wird.[1]
 
Wichtig

Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld während kurzzeitiger Verhinderung

Bei kurzzeitiger Arbeitsverhinderung von bis zu 10 Arbeitstagen besteht ein Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld. D. h. der Verdienstausfall wird nicht über die Verhinderungspflege finanziert. Weitere pflegebedingte Aufwendungen und nachgewiesene Fahrkosten können neben dem Pflegeunterstützungsgeld im Rahmen der Verhinderungspflege erstattet werden.[2]

Während der Corona-Pandemie besteht bis 30.6.2022 ein Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld für bis zu insgesamt 20 Arbeitstage, wenn

  • die Beschäftigten glaubhaft darlegen, dass sie die Pflege oder die Organisation der Pflege auf Grund der Corona-Pandemie übernehmen,
  • keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber haben und
  • die häusliche Pflege nicht anders sichergestellt werden kann.[3]

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