Teilrechtsfähigkeit / 3.1 Verwaltungsschulden

Bei den Verwaltungsschulden (Verbindlichkeiten, die im Rahmen der Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums begründet wurden) hafteten die Wohnungseigentümer vor der Teilrechtsfähigkeit der Wohnungseigentümergemeinschaft gemeinschaftlich, und zwar jeder Einzelne in voller Höhe der für die Gemeinschaft erbrachten Leistung. Dies galt aber nur für solche Leistungen, die von der Gemeinschaft selbst oder durch einen berechtigten Vertreter namens der Gemeinschaft in Auftrag gegeben wurden. In diesem Fall konnte der Lieferant die Zahlung für die erbrachte Leistung von jedem einzelnen Wohnungseigentümer in voller Höhe verlangen, wenn eine Zahlung aus dem gemeinschaftlichen Vermögen wegen Illiquidität nicht möglich war. Der von dem Gläubiger in voller Höhe in Anspruch genommene Wohnungseigentümer war dann darauf angewiesen, im Wege des Gesamtschuldnerausgleichs im Innenverhältnis bei den anderen Wohnungseigentümern anteilig Rückgriff zu nehmen.

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