Steuererleichterungen in de... / 6 Corona-Betroffene und Steuerstundung

Brauchen Sie dringend jeden Cent, um Ihren Betrieb vor der Insolvenz zu schützen, sollen Sie zumindest die bereits fälligen oder fällig werdenden Steuerzahlungen nicht belasten. Sie können beim Finanzamt einen Antrag auf Stundung dieser Steuern stellen. Nach dem BMF-Schreiben vom 19. März 2020 soll das Finanzamt dann bis Ende 2020 keine Mahnungen mehr schicken und keine Stundungszinsen berechnen.

Unternehmer sollten dabei beachten, dass das Finanzamt nicht auf die Steuerzahlungen verzichtet, sondern nur die Fälligkeit verschiebt. Das bedeutet: Spätestens 2021 müssen die gestundeten Steuern ans Finanzamt überwiesen werden. Wer es schafft, sollte deshalb frühzeitig mit der Bildung finanzieller Rücklagen beginnen.

In der Praxis kann es passieren, dass das Finanzamt die Stundung erst einmal nur auf einen Zeitraum von drei Monaten gewährt. Doch die Stundung kann danach scheibchenweise verlängert werden – eben längstens bis 31. Dezember 2020.

 
Praxis-Tipp

Keine Lohnsteuerstundung wegen Corona

Zwar gewährt das Finanzamt in Zeiten von Corona problemlos die Stundung von fälligen Umsatzsteuerzahlungen, doch bei der Lohnsteuer ist die Stundung nach wie vor tabu. Hintergrund: Bei der Lohnsteuer handelt es sich um Steuerschulden des Arbeitnehmers, die vom Arbeitgeber ans Finanzamt weitergeleitet werden und nicht um eigene Steuern, die eine wirtschaftliche Belastung beim Arbeitgeber darstellen.

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