Sonderumlage / 4 SEPA Pre-Notification

Am 1.2.2014 wurde das deutsche Überweisungsverfahren durch das SEPA(Single Euro Payments Area)-Verfahren abgelöst. In diesem Zusammenhang müssen dem Kontoinhaber – also dem betreffenden Wohnungseigentümer – 14 Tage vor dem Einzug per SEPA-Lastschriftmandat Forderungsbetrag, Fälligkeit, Gläubiger-ID und Mandatsreferenz angekündigt werden, und zwar unabhängig davon, ob bereits eine Einzugsermächtigung schriftlich erteilt wurde oder nicht (sog. Pre-Notification). Eine kürzere Frist kann vereinbart werden. Werden identische wiederkehrende Forderungen wie etwa das monatliche Hausgeld eingezogen, genügt eine einmalige Vorankündigung vor dem ersten Einzug. Bei einzelnen Zahlungen wie insbesondere bei Beiträgen zu einer beschlossenen Sonderumlage müssen jeweils gesonderte Ankündigungen erfolgen.[1] Eine bestimmte Form dieser Ankündigung ist nicht vorgesehen. Sie kann also auch per Mail oder Telefax erfolgen.

Die entsprechenden Ankündigungen müssen dabei jedoch nicht in gesonderten Schreiben erfolgen, sondern können durchaus in die ohnehin geführte Korrespondenz integriert werden. Steht die Beschlussfassung über eine Sonderumlage an, erfordern die Grundsätze ordnungsmäßiger Verwaltung die Angabe der auf die einzelnen Wohnungseigentümer entfallenden Beiträge sowie der Fälligkeitszeitpunkte. Zur möglichst umfassenden Information der Wohnungseigentümer im Vorfeld der Beschlussfassung sollten diese Angaben ohnehin bereits im Ladungsschreiben enthalten sein, sodass auch hier entsprechende Vorankündigung erfolgen kann.[2]

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