Sondernutzungsrecht: Begrün... / 1 Bereiche des Gemeinschaftseigentums

Ein Sondernutzungsrecht kann stets an Teilen oder Bereichen des gemeinschaftlichen Eigentums begründet werden. Als mögliche Bereiche kommen insbesondere Gartenflächen und Terrassen infrage, wobei es bei Einfamilienhäusern sogar möglich ist, jeweils die gesamte dem Haus zugewiesene Gartenfläche zu unterwerfen. Im inneren Bereich der Wohnanlage kommen als Bereiche eines Sondernutzungsrechts insbesondere Dachböden und Kellerräume in Betracht, sofern diese nicht Teil- bzw. Sondereigentum sind. An Flächen oder Fluren, die Zugang zu Räumen ermöglichen, die im gemeinschaftlichen Eigentum stehen, kann wenigstens ein eingeschränktes Sondernutzungsrecht eingeräumt werden.

 
Praxis-Beispiel

Kellerraum und dahinterliegender Heizungsraum

Insoweit ist es möglich, zugunsten einer Wohnungseigentumseinheit das Sondernutzungsrecht an einem Kellerraum mit der Maßgabe einzuräumen, dass die übrigen Wohnungseigentümer den Kellerraum betreten dürfen, um zu einem dahinterliegenden Heizungsraum zu gelangen.

An einem der Wohnung vorgelagerten Balkon kann ein Sondernutzungsrecht für den Eigentümer der Wohnung hingegen nicht begründet werden, da der Balkon ohnehin Bestandteil dieser Wohnung ist. Ein Sondernutzungsrecht kann grundsätzlich auch einem Miteigentumsanteil an einer Wohnungs- oder Teileigentumseinheit zugeordnet werden.

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