(1) Leistungen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung können auch erbracht werden, wenn behinderte Menschen[1] nicht arbeitslos sind und durch diese Leistungen eine dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben erreicht werden kann.

 

(2) Förderungsfähig sind auch berufliche Aus- und Weiterbildungen, die im Rahmen des Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung abweichend von den Ausbildungsordnungen für staatlich anerkannte Ausbildungsberufe oder in Sonderformen für behinderte Menschen[2] durchgeführt werden.

 

(3)[3] 1Ein Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe besteht auch, wenn der behinderte Mensch[4] während der Berufsausbildung im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnt. 2In diesem Fall wird der jeweils geltende Bedarf nach § 13 Absatz 1 Nummer 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes zugrunde gelegt. 3Für die Unterkunft wird der jeweils geltende Bedarf nach § 13 Absatz 2 Nummer 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes zugrunde gelegt.

 

(4)[7] 1Ein Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe besteht auch, wenn der behinderte Mensch[8], der das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, außerhalb des Haushalts der Eltern oder eines Elternteils wohnt, auch wenn die Ausbildungsstätte von der Wohnung der Eltern oder eines Elternteils aus in angemessener Zeit zu erreichen ist. 2In diesem Fall wird der Bedarf nach Absatz 3 Satz 2 und 3 zugrunde gelegt.

 

(5[9]) Eine Verlängerung der Ausbildung über das vorgesehene Ausbildungsende hinaus, eine Wiederholung der Ausbildung ganz oder in Teilen oder eine erneute Berufsausbildung wird gefördert, wenn Art oder Schwere der Behinderung es erfordern und ohne die Förderung eine dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben nicht erreicht werden kann.

 

(6[10]) 1Berufliche Weiterbildung kann auch gefördert werden, wenn behinderte Menschen[11]

 

1.

nicht arbeitslos sind,

 

2.

als Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss noch nicht drei Jahre beruflich tätig gewesen sind oder

 

3.

einer längeren Förderung als nichtbehinderte Menschen[12] oder einer erneuten Förderung bedürfen, um am Arbeitsleben teilzuhaben oder weiter teilzuhaben.

2Förderungsfähig sind auch schulische Ausbildungen, deren Abschluss für die Weiterbildung erforderlich ist.

 

(7[13])[14] Ein Gründungszuschuss kann auch geleistet werden, wenn der behinderte Mensch[15] einen Anspruch von weniger als 150 Tagen oder keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hat.

[1] Anzuwenden bis 31.12.2021.
[2] Anzuwenden bis 31.12.2021.
[3] Abs. 3 geändert durch Gesetz zur Anpassung der Berufsausbildungsbeihilfe und des Ausbildungsgeldes. Anzuwenden ab 01.08.2019.
[4] Anzuwenden bis 31.12.2021.
[5] Geändert durch Fünfundzwanzigstes Gesetz zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (25. BAföGÄndG) vom 23.12.2014. Anzuwenden ab 01.08.2016.
[6] Geändert durch Fünfundzwanzigstes Gesetz zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (25. BAföGÄndG) vom 23.12.2014. Anzuwenden ab 01.08.2016.
[7] Abs. 4 eingefügt durch Gesetz zur Anpassung der Berufsausbildungsbeihilfe und des Ausbildungsgeldes. Anzuwenden ab 01.08.2019.
[8] Anzuwenden bis 31.12.2021.
[9] Geändert durch Gesetz zur Anpassung der Berufsausbildungsbeihilfe und des Ausbildungsgeldes. Geänderte Zählung anzuwenden ab 01.08.2019.
[10] Geändert durch Gesetz zur Anpassung der Berufsausbildungsbeihilfe und des Ausbildungsgeldes. Geänderte Zählung anzuwenden ab 01.08.2019.
[11] Anzuwenden bis 31.12.2021.
[12] Anzuwenden bis 31.12.2021.
[13] Geändert durch Gesetz zur Anpassung der Berufsausbildungsbeihilfe und des Ausbildungsgeldes. Geänderte Zählung anzuwenden ab 01.08.2019.
[14] Angefügt durch AWStG. Anzuwenden ab 01.08.2016.
[15] Anzuwenden bis 31.12.2021.

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