Reform des anwaltlichen Ber... / Zusammenfassung
 
Überblick

Rechtsanwälte, Patentanwälte und Steuerberater sind als Organe der (Steuer-)Rechtspflege in besonderer Weise unabhängig und vom persönlichen Vertrauen ihrer Mandanten abhängig. Zu Recht gibt es daher strenge berufsrechtliche Vorgaben für diese Berufsgruppen. In den vergangenen Jahren haben sich die maßgeblichen Regelungen jedoch nicht nur immer weiter verzweigt, sondern es gab auch diverse Gerichtsentscheidungen, die eine Vereinheitlichung und Anpassung des Berufsrechts erforderlich machen.

Dies gilt gerade für das anwaltliche Gesellschaftsrecht – also die Regelungen dazu, in welchen (Rechts-)Formen und mit wem sich Rechtsanwälte, Patentanwälte und Steuerberater zur Berufsausübung zusammenschließen dürfen. Der Gesetzgeber hat diesen Handlungsbedarf erkannt und eine umfassende Modernisierung des Berufsrechts für (Patent-)Anwälte und Steuerberater angestoßen. Nachdem am 3.11.2020 der Referentenentwurf zur Überarbeitung des Rechts der rechts- und steuerberatenden Berufe veröffentlicht wurde, ist seit dem 20.1.2021 ein in weiten Teilen ähnlicher, mit knapp 400 Seiten äußerst umfangreicher Regierungsentwurf abrufbar.

Die vorgeschlagenen Neuregelungen lassen eine Erweiterung der Flexibilität bei der Zusammenarbeit von Rechts- und Patentanwälten sowie Steuerberatern in Berufsausübungsgesellschaften (sogar mit anderen freien Berufen), Verschärfungen mit Blick auf die anwaltliche Interessenkollision sowie Neuregelungen zu berufsrechtlichen Verfahren und für Syndikusanwälte erwarten.

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