Raumüberlassung an Prostituierte nicht steuerbegünstigt

Ermäßigter Steuersatz

Seit 1.1.2010 unterliegt die Vermietung von Wohn- und Schlafräumen, die ein Unternehmer zur kurzfristigen Beherbergung von Fremden bereithält, dem ermäßigten Steuersatz von 7 % (§ 12 Abs. 2 Nr. 11 UStG).

Keine Beherbergung

Bei der Überlassung von Räumen in einem Bordell zum Zwecke der Ausübung der Prostitution handelt es sich nach einer Entscheidung des BFH nicht um Wohn- oder Schlafräume i. S. v. § 12 Abs. 2 Nr. 11 UStG, denn die Überlassung der Räume dient nicht der Beherbergung von Personen, sondern der Ausübung gewerblicher Tätigkeiten.

(BFH, Urteil v. 22.8.2013, V R 18/12)

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