Prütting/Wegen/Weinreich, B... / C. Aufhebung eines Sondereigentums.
 

Rz. 6

Die Aufhebung eines Sondereigentums erfolgt entspr §§ 3, 8 und 4 (s.a. § 311b BGB Rn 2). Die vollständige Aufhebung führt zum Ausscheiden des betreffenden Wohnungseigentümers aus der Wohnungseigentümergemeinschaft und der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer. Sein Wohnungseigentum ist auf die übrigen Wohnungseigentümer im Wege der Auflassung zu übertragen (BGHZ 109, 179 = ZMR 90, 112). Bei Aufhebung des Sondereigentums an einzelnen Räumen werden diese mangels abweichender Regelung gemeinschaftliches Eigentum.

 

Rz. 7

Ein Wohnungseigentümer kann nicht analog § 928 BGB einseitig auf Sondereigentum verzichten (BGHZ 172, 338 = ZMR 07, 793). Eine Dereliktion käme einer nach § 11 I 1 unzulässigen einseitigen (Teil-)Aufhebung der Gemeinschaft gleich (BGHZ 172, 338 = ZMR 07, 793, 795). In der Praxis wird deshalb eine "Schrottimmobilie" zB auf eine neu gegründete GmbH & Co. KG ohne weiteres Vermögen übertragen.

 

Rz. 8

Auf die Aufhebung sämtlicher Sondereigentumsrechte ist § 4 III nicht analog anwendbar (§ 11 Rn 3).

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Deutsches Anwalt Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Deutsches Anwalt Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge