Prütting/Wegen/Weinreich, B... / a) Überblick
 

Rn 28

Bei Abrechnung und Umlage der Kosten für Wärme und Warmwasser sind die Vorgaben der HeizkV zu beachten. Nur eine den Anforderungen der HeizkV genügende Abrechnung entspricht § 21 IV (BGH NJW 18, 3717 [BGH 22.06.2018 - V ZR 193/17] Rz 15; NZM 17, 77 Rz 13). Jeder Wohnungseigentümer kann daher nach § 21 IV grds ihre Anwendung verlangen (München ZMR 07, 1001; Köln NZM 05, 20). Nach § 6 I 1 HeizkV ist über sämtliche die Kosten der Versorgung mit Wärme (§ 7 II HeizkV) – also auch die Kosten des Betriebsstromes (BGH NZM 17, 77 [BGH 03.06.2016 - V ZR 166/15] Rz 13) – und über die Kosten für das Warmwasser (§ 8 II HeizkV) nach den dafür auf Grundlage von §§ 7, 8 HeizkV bestimmten Umlageschlüsseln (dazu § 16 Rn 43 ff) abzurechnen. Um welche Kosten es sich handelt, ist der HeizkV zu entnehmen. Über die Heiz- und Warmwasserkosten muss in der Abrechnung über den Wirtschaftsplan abgerechnet werden (LG München NZM 12, 568 [LG München I 08.08.2011 - 1 S 4470/11]); daneben wird dennoch in der Praxis zusätzlich eine ›Heizkostenabrechnung‹ vorgelegt. Der Betriebsstrom muss ermittelt werden und ist kein Teil des Allgemeinstroms (BGH NZM 17, 77 [BGH 03.06.2016 - V ZR 166/15] Rz 13).

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