Prütting/Wegen/Weinreich, B... / a) Allgemeines.
 

Rz. 10

Handelt der Verwalter nach § 12 I, soll er idR "Treuhänder und mittelbarer Stellvertreter" der Wohnungseigentümer sein (BGH NJW 13, 299 [BGH 11.10.2012 - V ZB 2/12] Rz 14; NJW 12, 3232 [BGH 20.07.2012 - V ZR 241/11] Rz 13; ZMR 11, 813 [BGH 13.05.2011 - V ZR 166/10] Rz 9); tatsächlich handelt es sich entweder um schlichte Vertretung oder – idR – um eine eigenständige Stellung. Nach Maßgabe des § 12 II soll er die Zustimmung im eigenen Namen erteilen (KG KGR 99, 158, 159). Ist der Verwalter natürliche Person, erlischt die Zustimmungsbefugnis mit der Abbestellung oder dem Tod und geht nicht auf Erben über (BayObLG Rpfleger 02, 305 [BayObLG 07.02.2002 - 2 Z BR 161/01]). Der Verwalter darf Dritte zur Erklärung der Zustimmung grds. unterbevollmächtigen (Köln MittRhNotK 00, 393); ein Zurückbehaltungsrecht gem § 273 BGB besteht nicht (Hambg ZMR 04, 850). Ist der Verwalter zugleich Eigentümer oder Erwerber der veräußerten Wohnung, ist § 181 BGB anwendbar (LG Hagen RNotZ 07, 349; aA KG DNotZ 04, 391; BayObLG NJW-RR 86, 1077). Ist der Verwalter zugleich als Immobilienmakler des Erwerbers für die Einheit tätig, ist ein Anspruch auf Zahlung der Maklerprovision gem § 652 BGB ausgeschlossen (BGH ZMR 03, 359). Die Zustimmungserklärung des Verwalters sowie seine Verwaltereigenschaft sind in der Form des § 29 GBO nachzuweisen, wobei § 26 III (§ 26 Rn 55) ausreicht.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Deutsches Anwalt Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Deutsches Anwalt Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge