Prütting/Wegen/Weinreich, B... / (2) Insb Kosten.
 

Rn 15

Eine – ggf erhebliche Kostenmehrbelastung – ist ein wichtiges, aber kein alleiniges Kriterium für die Beurteilung der Unbilligkeit (BGH ZMR 11, 485). Behauptet der Kläger eine Kostenmehrbelastung, muss diese wenigstens 25 % betragen (Köln FGPrax 08, 57; LG Itzehoe ZWE 17, 263; s.a. BGH ZMR 10, 778: ›Orientierungsgröße‹). Da es um Beseitigung unbilliger Härten geht, ist die Belastung anderer Wohnungseigentümer unbeachtlich (BGH ZMR 10, 778). Das Maß der Kostenmehrbelastung ist nie das alleinige Kriterium (BGH ZMR 10, 778). Es ist grds nicht unbillig, dass ein Wohnungseigentümer für Einrichtungen des gemeinschaftlichen Eigentums nach dem Verhältnis seines Anteils aufkommen muss, obwohl er sie nicht benutzt und auch nicht benutzen kann (BGH ZMR 10, 542 Rz 31).

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