Prütting/Wegen/Weinreich, B... / A. Definition und Höhe des korrespondierenden Kapitalwerts.
 

Rn 1

I definiert den korrespondierenden Kapitalwert als Hilfsgröße für ein Anrecht, dessen Ausgleichswert nach § 5 III nicht bereits als Kapitalwert bestimmt ist. Es handelt sich nach II um den Einkaufspreis (BTDrs 16/1044, 84), mit dem die ausgleichspflichtige Person bei ihrem Versorgungsträger ein Anrecht in Höhe des Ausgleichswerts für sich begründen könnte. Er dient der Vergleichbarmachung von Anrechten, soweit dies nach dem neuen Ausgleichssystem noch erforderlich ist (vgl die Begründung zu § 5 III).

 

Rn 2

Für die gesetzliche Rentenversicherung ergibt sich der korrespondierende Kapitalwert aus den jährlich angepassten allg Rechengrößen für die Sozialversicherung (Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung), insbes aus dem allg Beitragssatz zur Rentenversicherung (2017: 18,7 %), dem jeweiligen Durchschnittsentgelt aller Verdienenden in der Rentenversicherung (2017: 37.103,00 EUR) und der Zahl der auszugleichenden Entgeltpunkte. Für das Jahr 2017 ist damit für einen Entgeltpunkt ein Kapitalbetrag in Höhe von 6.938,26 EUR (37.103,00 EUR × 18,7 %) aufzubringen. Bei in der Ehezeit zB erworbenen und auszugleichenden 10 Entgeltpunkten beträgt der Ausgleichswert: 5 Entgeltpunkte und der korrespondierende Kapitalwert: 34.691,31 EUR (6.938,26 EUR × 5). Soweit andere Versorgungsträger wie etwa die berufsständischen Versorgungswerke über entspr Rechengrößen verfügen, sind diese heranzuziehen. In den Fällen des IV ist ein Barwert zu ermitteln (s unter C.).

Hinsichtlich privater Lebensversicherungen wird auf den Rückkaufswert als Zeitwert abgestellt, § 46 Rn 3.

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