Prütting/Wegen/Weinreich, B... / B. Bewertung laufender Versorgungen im Sinne des Abs 2
 

Rn 2

Laufende Versorgungen, die in der Anwartschaftsphase zeitratierlich bewertet werden, sind in entspr Anwendung des § 40 zu bewerten, II S 1. Die tatsächlichen Versorgungsleistungen sind bekannt und nach II S 2 zugrunde zu legen (BGH FamRZ 18,1574; FamRZ 18, 1500). Eine besondere Vorschrift für die Berücksichtigung über Zu- und Abschläge wegen einer v der Regelaltersgrenze abweichenden Inanspruchnahme einer Versorgung ist nicht erforderlich. Maßgeblich für die Teilung ist die jeweilige Bezugsgröße des Versorgungssystems. Da diese und nicht die Rentenbeträge geteilt werden, bedarf es einer Korrektur nicht. Der geminderte Zugangsfaktor bei vorzeitigem Rentenbezug gem. § 77 SGB VI wird bei der Bestimmung des Ausgleichwertes nicht berücksichtigt, dies gilt auch wenn der Beginn der Rente in der Ehezeit liegt (BGH FamRZ 16, 35). Es kann aber durch wertende Betrachtung eine Korrektur gem § 27 vorgenommen werden.

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