Prütting/Wegen/Weinreich, B... / C. Anwendungsvoraussetzungen, Abs 2.
 

Rn 3

Ist der Besitzmittler gutgläubig in den Besitz der Sache gelangt, ohne dass ein Recht zum Besitz begründet werden konnte (Vindikationslage), so haftet er – im Unterschied zu § 993 I Hs 2 – dennoch insoweit auf Schadensersatz, wie er ggü dem mittelbaren Besitzer für einen Schaden nach § 989 einzustehen hätte. Der § 991 II fordert Gutgläubigkeit beim Erwerb des Besitzes einerseits und eine unmittelbare Haftung im Verhältnis zwischen dem Besitzmittler und dem mittelbaren Besitzer andererseits. Nur diese ist Maßstab für die Feststellung des Haftungsumfangs, so dass zB vereinbarte Haftungsgrenzen (zB Beschränkung auf grobe Fahrlässigkeit oder Erweiterung auch für Zufall) zu beachten sind.

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