Prütting/Wegen/Weinreich, B... / V. Zustimmung Dritter und behördliche Genehmigungen
 

Rn 7

Die Zustimmung des Ehegatten ist auch im Fall des § 1365 nicht erforderlich (BayObLG NJW 76, 574 [OLG Frankfurt am Main 14.05.1975 - 21 U 139/74]; aA Soergel/Stürner Rz 7). Drittberechtigte müssen nicht zustimmen, weil diese durch §§ 876 f geschützt sind (MüKo/Kohler Rz 19). Nicht erforderlich ist eine Zustimmung des Berechtigten auch bei Bestehen einer Veräußerungsbeschränkung nach § 12 WEG (BayObLGZ 64, 237) oder nach § 5 ErbbauRG (Köln NJW 68, 505 [OLG Köln 06.03.1967 - 2 Wx 208/66]). Nicht erforderlich ist eine ausstehende behördliche Genehmigung, die nach dem BauGB (BayObLG MDR 70, 233 [OLG Köln 18.03.1969 - 9 U 131/68]), GrdstVG (KG VIZ 92, 191), GVO (KG OLGZ 92, 260), Devisengesetzen (Soergel/Stürner Rz 14, str) für die endgültige Rechtsänderung erforderlich ist. Jedoch ist eine ausstehende vormundschaftsgerichtliche Genehmigung (außer § 1821 I Nr 5: BayObLG DNotZ 94, 182 [BayObLG 29.07.1993 - 2Z BR 62/93]) auch für die Eintragung der Vormerkung erforderlich (Oldbg DNotZ 71, 484 [BGH 14.01.1971 - IV ZB 50/70]; zu § 1821 I Nr 1 Frankf Rpfleger 97, 255; vgl Soergel/Stürner Rz 14, aA MüKo/Kohler Rz 24 mwN).

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