Prütting/Wegen/Weinreich, B... / C. Rechtsfolge
 

Rn 8

§ 708 regelt nur den Verschuldensmaßstab, nicht eine Anspruchsgrundlage. Bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen entsteht ein Schadensersatzanspruch aus § 280 I bzw § 311 II, III bei vorvertraglichen Pflichtverletzungen, jedenfalls dann, wenn in der Folge ein Gesellschaftsvertrag zustande kommt (KG NZG 99, 199, 201). Zur Geltendmachung vgl § 705 Rn 27 f. Die Beweislast folgt den allgemeinen Regeln. Die Gesellschaft braucht jedoch lediglich ein Verschulden iSd § 276 nachzuweisen. Der Nachweis der geringeren Sorgfalt in eigenen Angelegenheiten obliegt dann dem Gesellschafter, der sich damit entlasten will (BGH NJW 90, 573 [BGH 26.06.1989 - II ZR 128/88]; Erman/Westermann § 708 Rz 2), woran strenge Anforderungen zu stellen sind (BGH WM 13, 2136 [BGH 24.09.2013 - II ZR 391/12]).

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