Prütting/Wegen/Weinreich, B... / B. Grundlage bei Allgemein-Verbraucherdarlehen (Abs 1).
 

Rn 2

I entspricht nahezu wörtlich dem bisherigen, aufgehobenen § 509 2. Die Informationsgrundlage für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit des Verbrauchers gem § 505a I 2 Halbs 1 besteht danach vor allen aus (Selbst-)Auskünften, Gehaltsbescheinigungen, Steuer- o Kindergeldbescheiden etc u – nur soweit erforderlich – zuverlässigen Auskunfteien (zB Schufa, Creditreform), die geschäftsmäßig personenbezogene Daten zur Bonität von Schuldnern erheben u speichern (BeckOGK/Knops Rz 8 ff).

 

Rn 3

I ist nicht abschließend. Darlehensgeber können u müssen ggf auch eigene Erkenntnisse aus der Geschäftsbeziehung mit dem Darlehensnehmer heranziehen (EuGH ZIP 15, 65 Rz 35). Wie der Darlehensgeber die verschiedenen Informationsquellen im Einzelfall kombiniert, gewichtet u die Richtigkeit der Selbstauskunft des Darlehensnehmers überprüft, bleibt seinem pflichtgemäßen Ermessen überlassen; er muss allerdings insgesamt eine sachlich fundierte u vertretbare Entscheidungsgrundlage haben (MüKo/Schürnbrand/Weber Rz 3). Ob die vorhandenen Informationen ausreichen, kann je nach den Umständen des Abschlusses des Darlehensvertrages, der persönlichen Lage des Darlehensnehmers u des Darlehensvolumens variieren (EuGH aaO Rz 37). Eine erschöpfende individualisierte Bonitätsprüfung ist nicht erforderlich. Der Darlehensgeber kann sich auch standardisierter Verfahren bedienen (§ 2 III 2 ImmoKWPLV, dazu § 505e Rn 3).

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