Prütting/Wegen/Weinreich, B... / IV. Sachverbindungen.
 

Rn 23

Zu unterscheiden sind:

 

Rn 24

(1) Zusammengehörende Gegenstände wie Komponenten einer HiFi- oder Produktionsanlage, Hard- und Software einer EDV-Anlage können eine einheitliche Kaufsache sein mit der Konsequenz, dass teilweise Nicht- oder Schlechterfüllung dem Käufer auch Rechte im Hinblick auf die gesamte Kaufsache gewährt (§ 323 V; MüKo/Westermann § 433 Rz 9; zur aF zum Erwerb von Hard- und Software BGH ZIP 87, 788, 792 f; LG Aachen NJW-RR 86, 1246f).

 

Rn 25

(2) Sachgesamtheiten werden vielfach als Einzelgegenstände behandelt: Bibliothek (Palandt/Weidenkaff § 433 Rz 7), Hotel mit Zubehör (zur aF BGH NJW 92, 3224, 3225 [BGH 01.10.1992 - V ZR 36/91]); teilweise Nichterfüllung kann dann Teillieferung sein, ohne dass die gesamte Kaufsache mangelhaft wird. Die – im Einzelfall zu prüfende – Vereinbarung der Beschaffenheit des Kaufgegenstands als eine aus näher definierten Teilen bestehende Sachgesamtheit, die Unterstellung der Minderlieferung unter das Mängelrecht (§ 434 III Alt 2) sowie der Entfall der Sonderregelung des § 469 2 aF zu den besonderen Voraussetzungen der Wandlung insgesamt, wenn bei zusammengehörigen Sachen einzelne mangelhaft sind (auf § 469 2 aF berief sich BGH aaO), sprechen dafür, Sachgesamtheiten zur erforderlichen Differenzierung als sonstigen Gegenstand iSd § 453 zu behandeln (Staud/Beckmann Rz 78 ff). Für sie gilt daher Rn 24 entspr.

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