Prütting/Wegen/Weinreich, B... / 3. Übrige Fälle.
 

Rn 115

In den übrigen Fällen unterscheidet die hM (hierzu mwN Staudinger/Schiemann Rz 97 ff) nach der Art des Schadens: Der schon fertig vorliegende Objektschaden (etwa durch Beschädigung eines Fahrzeugs) bleibt auch dann zu ersetzen, wenn es für ihn später eine Reserveursache gegeben hätte, die nicht schon in der Anlage vorhanden war (BGH NJW 94, 999, 1000 [BGH 01.02.1994 - VI ZR 229/92]). Dagegen kann ein Schaden, der sich erst im Lauf der Zeit entwickelt (va entgangener Gewinn), nicht ohne Rücksicht auf veränderte Umstände ermittelt werden (wie ja auch umgekehrt das Fortkommen berücksichtigt wird, § 842 I). In gleichem Sinn berücksichtigt § 844 II 1 die ›mutmaßliche Dauer seines (des Getöteten) Lebens‹, also gewissermaßen den natürlichen Tod als Reserveursache. Ebenso BGH DB 79, 352.

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