Prütting/Wegen/Weinreich, B... / IV. Verfahren.
 

Rn 13

Neben der Aufforderung an alle Gläubiger, ihre Ansprüche und Rechte bis spätestens im Aufgebotstermin anzumelden, enthält das Aufgebot die Androhung der Zurücksetzung sowie die Bestimmung eines Termins. Das Aufgebot muss öffentlich bekannt gemacht werden, § 435 I FamFG und soll den bekannten Nachlassgläubigern nach § 458 II FamFG vAw zugestellt werden. Die Aufgebotsfrist beträgt mindestens 6 Wochen (§ 437 FamFG), maximal 6 Monate (§ 458 II FamFG).

 

Rn 14

Ist das Nachlassinsolvenzverfahren eröffnet, ist der Aufgebotsantrag mangels Rechtsschutzbedürfnis zurückzuweisen; die begonnene Zwangsversteigerung bleibt nach § 178 II ZVG hiervon unberührt.

 

Rn 15

Verliert der Erbe während des Verfahrens das Beschränkungsrecht (MüKo/Küpper § 1970 Rz 12) ist das Aufgebotsverfahren einzustellen.

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