Prütting/Gehrlein, ZPO Komm... / 4. Anschlussberufung
 

Rn 16

Sowohl für die Einlegung eines Anschlussrechtsmittels als auch für die Verteidigung gegen ein solches ist eine gesonderte PKH-Bewilligung notwendig. Legt der Gegner Anschlussberufung ein, so kann ihm, wenn der Berufungskläger seine Berufung wegen Versagung der PKH zurücknimmt, für die beabsichtigte Verteidigung gegen die Berufung und die Durchführung der Anschlussberufung PKH noch bewilligt werden, wenn das Gericht ihm sowohl eine Frist zur Erwiderung auf die Berufung als auch zur Erwiderung auf den PKH-Antrag gesetzt hat (Karlsr Beschl v 29.6.04 – 16 UF 134/03). Der Abänderungsbeklagte kann sich wegen der gegen ihn erhobenen Anschlussberufung auch nicht auf § 119 I 2 berufen, wenn diese auf neuen Tatsachen beruht (Hambg FamRZ 98, 849: Eintritt der Volljährigkeit beim Kindesunterhalt). Auch für eine unselbstständige Anschlussrevision erhält der Revisionsbeklagte keine PKH, wenn die Annahme der Revision abgelehnt wird (BGH NJW 85, 498).

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