Niedenführ/Schmidt-Räntsch/... / I. Rechtsnatur des Anspruchs
 

Rz. 50

Gemäß § 14 Nr. 4 Hs. 2 ist dem Wohnungseigentümer der Schaden zu ersetzen, der ihm im Vorfeld und bei der Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen am Gemeinschaftseigentum entsteht.[171] Trotz der Formulierung "Schaden ersetzen" liegt der Norm ein verschuldensunabhängiger, aufopferungsähnlicher Gedanke ähnlich dem nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruch entsprechend § 906 Abs. 2 BGB zugrunde.[172] Erleidet ein Eigentümer infolge seiner Verpflichtung zur Duldung des Betretens oder der Benutzung seines Sondereigentums ein Sonderopfer, soll er dieses unabhängig von einem Verschulden der Gemeinschaft oder einer Vermeidbarkeit des Schadens auf die Gemeinschaft abwälzen können, weil die Instandhaltung Angelegenheit der Gemeinschaft ist.

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