Niedenführ/Schmidt-Räntsch/... / 2. Vergütung des Verwalters
 

Rz. 33

Ist in einer Vereinbarung nach § 12 Abs. 1 der Verwalter zum Zustimmungsberechtigten bestimmt, so gehört die Erteilung der Veräußerungszustimmung zu seinen Grundaufgaben. Der Arbeitsaufwand des Verwalters im Zusammenhang mit der Erteilung der Veräußerungszustimmung ist daher mit der Verwaltervergütung (vgl. § 26 Rdn 108 ff.) abgegolten. Eine Sondervergütung von der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer erhält der Verwalter nur, wenn dies vereinbart wurde (vgl. § 26 Rdn 108).

 

Rz. 34

Eine Regelung im Verwaltervertrag, wonach die Sondervergütung für die Erteilung der Veräußerungszustimmung vom Veräußerer oder Erwerber zu zahlen sei, ist als Vertrag zulasten Dritter unwirksam. Der Verwaltervertrag wird zwischen der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer und dem Verwalter geschlossen. Die Wohnungseigentümer sind nicht Vertragspartei, erst recht nicht der Erwerber (vgl. § 26 Rdn 110). Deshalb können durch den Verwaltervertrag auch keine Zahlungspflichten der Wohnungseigentümer oder des Erwerbers gegenüber dem Verwalter begründet werden. Unwirksam ist auch eine Regelung im Verwaltervertrag zu der Frage, wie die Kosten der Verwalterzustimmung im Verhältnis der Wohnungseigentümer untereinander zu verteilen seien, denn der Verwaltervertrag regelt nur die Rechtsbeziehungen zwischen der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer und dem Verwalter, nicht aber das Rechtsverhältnis der Wohnungseigentümer untereinander.

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