Schutzbereich

Eine Elementarschadenversicherung schützt Immobilienbesitzer vor den finanziellen Folgen von Naturereignissen. Versichert sind – je nach Vertragsgestaltung – Schäden durch Starkregen/Überschwemmung/Rückstau; Hochwasser; Schneedruck; Lawinen/Erdrutsch; Erdsenkung; Erdbeben und Vulkanausbruch.

Nachweispflicht

Im Schadensfall muss der Versicherungsnehmer beachten, dass er gegenüber dem Versicherer Nachweispflichten hat. Das Landgericht Essen hat dazu Folgendes festgehalten:

Es gilt der Strengbeweis

Der Nachweis eines in der Elementarschadenversicherung versicherten Rückstaus ist nicht geführt, wenn der Rückstau nicht auszuschließen, aber auch nicht sicher festzustellen ist. Denn den Versicherungsnehmer trifft die Beweislast im Wege des Strengbeweises. Erst recht gilt dies, wenn nach den Sachverständigenfeststellungen eine größere Wahrscheinlichkeit dafür spricht, dass kein Rückstauschaden vorliegt.

Überschwemmungsbegriff

Der Überschwemmungsbegriff ist erfüllt, wenn sich erhebliche Wassermengen auf der Geländeoberfläche ansammeln. Der erforderliche Nachweis ist hier nicht erbracht, wenn keine konkreten Anhaltspunkte für eine Überflutung der das Gebäude umgebenden unbebauten Grundstücksfläche bestehen.

(LG Essen, Urteil v. 2.3.2016, 18 O 397/14)

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