Mobilfunkantennen in Wohnun... / 6 Argumente Pro und Contra für einen Mobilfunkantennenstandort in Wohnungseigentumsanlagen

Für die Annahme des Angebots eines Mobilfunkbetreibers zur Anmietung von Dachflächen einer Eigentumswohnanlage für die Aufstellung und den Betrieb einer Mobilfunkantennenanlage sprechen die zu erwartenden Mietzahlungen. Immerhin kann in größeren Städten wie etwa München mit jährlichen Mieteinnahmen von rund 7.500 EUR gerechnet werden. In kleineren Städten und Gemeinden sind die zu erwartenden Mieteinnahmen geringer.

Gegen die Annahme des Angebots spricht, dass man sich mit großer Wahrscheinlichkeit erheblichen Ärger einhandelt. Einerseits kann es Ärger mit Mietern bei vermietetem Sondereigentum geben, auch wenn sich sämtliche Wohnungseigentümer einig sein sollten. Vor allem aber sind Konflikte mit der Nachbarschaft zu erwarten, und das vor allem dann, wenn sich eine Bürgerinitiative mit begleitendem Presseecho bildet, die gegen den Mobilfunkantennenstandort mobil macht.

 

Achtung

Wertminderung bis Unverkäuflichkeit

Vor allem aber sind neben allen anderen Überlegungen die wirtschaftlichen Auswirkungen zu bedenken. Es steht fest, dass es wegen der kritischen Einstellung der Öffentlichkeit zum Thema Mobilfunk dem Wert von Immobilien schadet, wenn sich in ihrer Nähe eine Mobilfunkantennenanlage befindet. Dies hat eine Umfrage bei Immobilienmaklern bestätigt, bei der Wertminderungen von 5 über 15, 20, 30, 40 bis zu 50 % je nach Entfernung des betroffenen Gebäudes vom Standort einer Mobilfunkantennenanlage ermittelt wurden. Außerdem hat die Umfrage ergeben, dass Gebäude, auf denen sich durch langfristige Mietverträge abgesicherte Mobilfunkantennenanlagen befinden, heutzutage praktisch unverkäuflich sind. Das sollte schon sehr zu denken geben.

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