Verständlicherweise bestehen bei den Eigentümern unterschiedliche Interessen bei der Nutzung, insbesondere der Bewirtschaftung und den Kosten.

 
Hinweis

Wohnungseigentumsgesetz maßgebend

Solange es sich bei der Eigentümergemeinschaft um Gebäude gleicher oder verschiedenartiger Bebauungsarten und/oder -abschnitte handelt, ist das Wohnungseigentumsgesetz mit allen Konsequenzen anzuwenden:

  • Es muss ein Verwalter bestellt sein.
  • Die Eigentümerversammlung ist das oberstes Verwaltungsorgan.
  • Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung sind zu erstellen.
  • Eine gesamte oder auf die Gebäude angepasste Hausordnung ist zu beschließen.
  • Der Verwaltungsbeirat ist zu wählen.
  • Die Eigentümergemeinschaft hat ein Konto.
  • Es ist eine Erhaltungsrücklage zu bilden. Insoweit war es bereits vor Inkrafttreten des Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetzes (WEMoG) am 1.12.2020 zulässig, für Mehrhausanlagen in der Gemeinschaftsordnung buchungstechnisch getrennte Rücklagen zu bilden, deren Verwendungszweck jeweils die Instandhaltung der einzelnen Gebäude ist.[1]

    Auf Grundlage von §§ 19 Abs. 1, 28 Abs. 1 Satz 1 WEG ist nunmehr die Bildung weiterer Rücklagen neben der Erhaltungsrücklage für die Gesamtgemeinschaft bereits nach dem Gesetz möglich.

    Nur die Gesamtgemeinschaft kann den Anspruch auf Beseitigung einer baulichen Veränderung durchsetzen, nicht die Untergemeinschaft isoliert.

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