Mehrhausanlage / 1 Vorbemerkung

Verständlicherweise bestehen bei den Eigentümern unterschiedliche Interessen bei der Nutzung, insbesondere der Bewirtschaftung und den Kosten.

 

Hinweis

Wohnungseigentumsgesetz maßgebend

Solange es sich bei der Eigentümergemeinschaft um Gebäude gleicher oder verschiedenartiger Bebauungsarten und/oder -abschnitte handelt, ist das Wohnungseigentumsgesetz mit allen Konsequenzen anzuwenden:

  • Es muss ein Verwalter bestellt sein.
  • Die Eigentümerversammlung ist das oberste Verwaltungsorgan.
  • Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung sind zu erstellen.
  • Eine gesamte oder auf die Gebäude angepasste Hausordnung ist zu beschließen.
  • Der Verwaltungsbeirat ist zu wählen.
  • Die Eigentümergemeinschaft hat ein gemeinsames Konto.
  • Es ist eine Instandhaltungsrücklage zu bilden. Insoweit ist es zulässig, für Mehrhausanlagen in der Gemeinschaftsordnung buchungstechnisch getrennte Rücklagen zu bilden, deren Verwendungszweck jeweils die Instandhaltung der einzelnen Gebäude ist.[1]

    Jeder Wohnungseigentümer hat einen Anspruch auf Beseitigung einer benachteiligenden baulichen Veränderung, auch wenn die bauliche Veränderung nicht im Bereich des Hauses des Wohnungseigentümers vorgenommen wurde.[2]

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