Kaufvertrag über Wohnungsei... / 5.6 Belastungsvollmacht

Zum Kauf des Wohnungs- oder Teileigentums benötigt der Käufer i. d. R. Fremdkapital. Die finanzierenden Kreditinstitute machen eine Finanzierungszusage regelmäßig von einer dinglichen Sicherung – einer Grundschuld – abhängig. Zur Auszahlung der Darlehensvaluta sind die Banken weiter erst dann bereit, wenn die Grundschuld im Grundbuch eingetragen ist. Da der Kreditnehmer, also der Käufer, selbst aber noch gar nicht Eigentümer der Wohnung ist, muss er vom Verkäufer bevollmächtigt werden, eine entsprechende Grundschuldbestellung vornehmen zu können. In den Kaufvertrag wird daher i. d. R. eine Bestimmung aufgenommen, nach der der Verkäufer den Käufer unter Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB bevollmächtigt, das Vertragsobjekt mit Grundpfandrechten in beliebiger Höhe für Kreditinstitute oder Bausparkassen zu belasten. Die Grundpfandrechte dienen bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung ausschließlich zur Kaufpreisfinanzierung.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Deutsches Anwalt Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Deutsches Anwalt Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge