Jahresabrechnung / 5 SEPA Pre-Notification

Am 1.2.2014 wurde das deutsche Überweisungsverfahren durch das SEPA (Single Euro Payments Area)-Verfahren abgelöst. In diesem Zusammenhang müssen dem Kontoinhaber – also dem betreffenden Wohnungseigentümer – 14 Tage vor dem Einzug per SEPA-Lastschriftmandat Forderungsbetrag, Fälligkeit, Gläubiger-ID und Mandatsreferenz angekündigt werden, und zwar unabhängig davon, ob bereits eine Einzugsermächtigung schriftlich erteilt wurde oder nicht (sog. Pre-Notification). Eine kürzere Frist kann vereinbart werden. Werden identische wiederkehrende Forderungen wie etwa das monatliche Hausgeld eingezogen, genügt eine einmalige Vorankündigung vor dem ersten Einzug. Bei einzelnen Zahlungen wie insbesondere Nachforderungen aus der Jahresabrechnung müssen jeweils gesonderte Ankündigungen erfolgen. Eine bestimmte Form dieser Ankündigung ist nicht vorgesehen. Sie kann also auch per Mail oder Telefax erfolgen.

Die entsprechenden Ankündigungen müssen dabei jedoch nicht in gesonderten Schreiben erfolgen, sondern können durchaus in die ohnehin geführte Korrespondenz integriert werden. So kann etwa bei Übersendung des Ladungsschreibens zur ordentlichen Eigentümerversammlung – hier erfolgt in aller Regel die Beschlussfassung über die Jahresabrechnung, weshalb der Abrechnungsentwurf ohnehin zu übersenden ist – bereits im Begleitschreiben eine entsprechende Einziehung für den Fall der Genehmigungsbeschlussfassung angekündigt werden.

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