II Gründung / 4.2.2 Bei Nachgründungen zu beachtende Vorschriften
 

Rz. 321

Liegt ein Nachgründungsfall vor, sind die folgenden, teilweise an die Sachgründung bzw. Sachkapitalerhöhung angelehnten Vorschriften zu beachten (§ 52 Abs. 1 bis 4 AktG):

  • Der Vertrag muss schriftlich abgeschlossen werden, soweit nicht eine andere – strengere – Form bestimmt ist. Der Erwerb von Grundstücken oder GmbH-Geschäftsanteilen etwa bedarf einer solchen "anderen" Form, nämlich notarieller Beurkundung (§ 311b BGB, § 15 Abs. 3, 4 GmbHG).
  • Es bedarf eines Nachgründungsberichts durch den Aufsichtsrat und eines Prüfungsberichts durch einen externen Prüfer, wenn es sich um den Fall einer Sachgründung oder -übernahme handelt, bei dem auch eine externe Gründungsprüfung ausnahmsweise nicht erforderlich wäre (§ 52 Abs. 4 Satz 3 AktG, vgl. dazu Rn. 285a).
  • Die Hauptversammlung muss mit qualifizierter Mehrheit zustimmen (zu den bei der Hauptversammlung überdies zu beachtenden Einzelheiten, insb. die Pflicht zur Auslegung und Erteilung von Abschriften bzw. Veröffentlichung auf der Internetseite der Gesellschaft, vgl. § 52 Abs. 2 Satz 2 bis 6 AktG).
  • Die Nachgründung ist zum Handelsregister anzumelden und dort einzutragen.
 

Beispiele für Nachgründungsvertrag, Nachgründungsbericht, Nachgründungsprüfung, Hauptversammlungsbeschluss und Registeranmeldung:

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Deutsches Anwalt Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Deutsches Anwalt Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge