I Grundlagen / 2.4.2 Verkauf und Übertragung von Aktien
 

Rz. 96

In der Praxis vollziehen sich Übertragungen sowohl von Inhaberaktien wie von Namensaktien meist ohne Übergabe von Wertpapieren nach den Bestimmungen des Depotgesetzes oder des Effektengiroverkehrs.

 

Rz. 97

Daneben können die durch die Aktie verkörperten Mitgliedschaftsrechte nach §§ 398, 413 BGB wie Forderungen abgetreten werden – bei fehlenden Aktienurkunden ist dies die einzige Möglichkeit der Übertragung.

 

Beispiel für Aktienverkauf und -übertragung:

 

Rz. 98

Bei der Übertragung von Namensaktien ist der Veräußerer aus dem Aktienregister zu löschen und der Erwerber in das Aktienregister einzutragen (§ 7 Abs. 3 AktG). Das Register wird aufgrund einer entsprechenden Mitteilung von Veräußerer oder Erwerber geändert. Die Mitteilung kann formlos (auch in elektronischer Form) erfolgen; allerdings muss der Mitteilung ein Nachweis über den Rechtsübergang beigefügt werden, beispielsweise eine schriftliche Abtretungserklärung, Erbschein oder Indossamentenkette.

 

Beispiel für die Mitteilung einer Aktienübertragung:

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