Für den Verwalter stellt sich im Fall geringerer Zahlungen einzelner Wohnungseigentümer als nach dem Beschluss gem. § 28 Abs. 1 Satz 1 WEG festgesetzt, die Frage, inwieweit diese geringeren Zahlungen auf die Kosten oder aber die Erhaltungsrücklage zu buchen sind. Denn in derartigen Fällen wird der betreffende Wohnungseigentümer nur im theoretischen Ausnahmefall eine entsprechende Tilgungsbestimmung treffen, wie der von ihm gezahlte Beitrag aufzuteilen ist. Mangels entsprechender Beschlussfassung und bei fehlender Tilgungsbestimmung sind die Teilzahlungen quotal auf die Wohngeldvorschüsse und auf den Beitrag der Erhaltungsrücklage zu verrechnen.[1]

Für den Fall, dass ein Wohnungseigentümer im Fall einer Minderzahlung keine Tilgungsbestimmung trifft, können die Wohnungseigentümer auf Grundlage der Bestimmung des § 28 Abs. 3 WEG beschließen, wie derartige Minderzahlungen aufzuteilen sind.[2]

[1] Niedenführ in Niedenführ/Vandenhouten, WEG, 13. Auflage, § 28 Rn. 101 m. w. N.

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