Hausgeldinkasso: Grundsätze... / 3.5 Haftung des Verwalters

Der Verwalter schuldet der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer und/oder den Wohnungseigentümern bei pflichtwidriger Wahrnehmung seiner Aufgaben im Zusammenhang mit dem Hausgeldinkasso gem. §§ 280 ff., 276, 675, 611 BGB Schadensersatz und ggf. Ersatz vergeblicher Aufwendungen. Dem Umfang nach haftet der Verwalter für jeden auf seiner konkreten Pflichtverletzung adäquat kausal (daran wird eine Haftung häufig scheitern) beruhenden Schaden der Wohnungseigentümergemeinschaft/Wohnungseigentümer, also gegebenenfalls für die gesamte ausgefallene Forderung nebst Zinsen und Kosten. Das Verschulden des Verwalters wird gem. § 280 Abs. 1 Satz 2 BGB vermutet; die Beweislast für Haftungsgrund und Haftungshöhe liegt im Streitfall jedoch bei der Wohnungseigentümergemeinschaft/den Wohnungseigentümern.

Einzelfälle:

  • Verjähren lassen von Hausgeld;
  • Einzug von nicht fälligen Hausgeldern;
  • Verzögerte Titulierung von Forderungen;
  • Inkasso von bereits erfüllten bzw. verjährten Ansprüchen;
  • Vorgehen gegen falschen Schuldner.

Ggf. droht sogar eine strafrechtliche Verfolgung.

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