Hausgeldinkasso: Grundsätze... / 2.1 (Hausgeld-)Inkasso

Der Begriff "Inkasso" ist ein Begriff aus der Betriebswirtschaftslehre. Mit Inkasso ist dort der Einzug von Forderungen gemeint. Im Wohnungseigentumsrecht wird mit dem Begriff "Inkasso" in der Regel die Einziehung des der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer nach § 10 Abs. 7 WEG zustehenden Hausgelds im engeren und weiteren Sinne als Teil des Verwaltungsvermögens durch den Verwalter oder eine andere Stelle gemeint.

Zu unterscheiden sind aus Sicht des Verwalters in Bezug auf den Einzug von Hausgeld 3, ggf. sogar 4 Bereiche:

  • Der Hausgeldschuldner kann sein Hausgeld vollständig bedienen. Dann stellen sich Fragen der Verbuchung und Abrechnung.
  • Der Hausgeldschuldner kann sein Hausgeld teilweise bedienen (hier ist zu schauen, dass einerseits das Inkasso betrieben wird und andererseits, welche Forderungen der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer erfüllt und welche offen geblieben sind).
  • Der Hausgeldschuldner kann sein Hausgeld ferner gar nicht bezahlen (das "klassische", im Beitrag im Wesentlichen dargestellte Inkasso) oder
  • es gar überzahlen, entweder weil die Ansätze im Wirtschaftsplan zu hoch waren oder weil ein Wohnungseigentümer einfach zu viel Hausgeld bezahlt hat (hier stellen sich Fragen der Auskehrung von Guthaben).

Übersicht

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Deutsches Anwalt Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Deutsches Anwalt Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge