Hausgeldinkasso: Forderunge... / 4.5.5 Aufrechnung/Zurückbehaltungsrecht

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, die Aufrechnung mit einer Forderung gegen die Forderung eines anderen zu erklären. Voraussetzung einer Aufrechnung ist dabei stets, dass die eigene Forderung voll wirksam und fällig ist und die einander geschuldeten Leistungen gleichartig sind.

Im Wohnungseigentumsrecht jedoch kann der Hausgeldschuldner gegen die Hausgeldforderungen in der Regel nicht aufrechnen, weil eine ordnungsmäßige Verwaltung nur dann gewährleistet ist, wenn alle Wohnungseigentümer ihren Zahlungspflichten nachkommen und so die Liquidität der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer gewährleistet ist.

 

Ausnahmsweise kann doch aufgerechnet werden!

Eine wohnungseigentumsrechtliche Aufrechnung gegen Wohngeldforderungen ist nach h. M. ausnahmsweise zulässig

  • mit anerkannten oder
  • rechtskräftig zuerkannten Forderungen oder
  • mit Erstattungsansprüchen aus einer Notgeschäftsführung oder
  • mit Erstattungsansprüchen aus einer Geschäftsführung ohne Auftrag oder
  • mit unstreitigen Erstattungsansprüchen aus der Bezahlung gemeinschaftlicher Verbindlichkeiten.

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