Geschäftswagen Unternehmer

Kurzbeschreibung

Der Rechner ermittelt die steuerliche Bemessungsgrundlage für die private Nutzung eines Pkw durch den Unternehmer/Freiberufler und die Umsatzsteuer, die für die private Nutzung zu zahlen ist. Es ist möglich, zwischen der pauschalen Berechnung (1%-Methode) und der Fahrtenbuchmethode zu wählen. In Kombination mit der 1%-Methode ist eine Prüfung der "Kostendeckelung" möglich. Bei der 1%-Methode können Fahrzeuge mit Verbrennungs-, Elektro- und Elektrohybridantrieb berechnet werden.

Wichtige Hinweise

Nutzung für private Fahrten

Nutzt ein Unternehmer/Freiberufler seinen Firmenwagen betrieblich und privat, dürfen die Kfz-Kosten, die auf die private Nutzung entfallen, nicht den Gewinn mindern.

Die private Nutzung wird

  • mit den anteiligen tatsächlichen Kosten ermittelt (ggf. geschätzt), wenn die betriebliche Nutzung nicht überwiegt (also nicht mehr als 50% beträgt),
  • mit 1% des inländischen Listenpreises im Zeitpunkt der Erstzulassung zuzüglich der Kosten für Sonderausstattungen einschließlich der Umsatzsteuer ermittelt, wenn die betriebliche Nutzung überwiegt und kein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch geführt wird, oder
  • mit den anteiligen tatsächlichen Kosten ermittelt, wenn ein Fahrtenbuch geführt wird.

Bei der Umsatzsteuer gilt Folgendes:

  • Wenn die private Nutzung bei der Einkommensteuer nach der pauschalen 1%-Methode berechnet wird, kann dieser Wert aus Vereinfachungsgründen auch bei der Umsatzsteuer zugrunde gelegt werden. Bei der Bemessung der Umsatzsteuer dürfen pauschal 20% für die Kfz-Kosten abgezogen werden, für die keine Vorsteuerbeträge geltend gemacht werden konnten.
  • Bei der Umsatzsteuer kann der private Nutzungsanteil auch sachgerecht geschätzt werden (anstelle der 1%-Methode). Es werden nur die Kosten der Umsatzsteuer unterworfen, bei denen ein Vorsteuerabzug möglich war.
  • Wenn ertragsteuerlich die 1%-Methode nicht angewendet werden darf, sind die Kosten zugrunde zu legen, die laut Fahrtenbuch oder anderen Aufzeichnungen auf die privaten Fahrten des Unternehmers entfallen. Dabei sind nur die Kosten zu erfassen, bei denen ein Vorsteuerabzug möglich war.

Fahrten zwischen Wohnung

Für Fahrten zwischen Wohnung und dem Mittelpunkt seiner dauerhaft angelegten betrieblichen Tätigkeit darf der Unternehmer/Freiberufler nicht die tatsächlichen Fahrtkosten abziehen, sondern nur die Entfernungspauschale (0,30 EUR pro Entfernungskilometer). Die Differenz, die auch pauschal ermittelt werden kann, ist gewinnerhöhend zu erfassen. Umsatzsteuer fällt bei Einzelunternehmern nicht an.

Maßgebend ist die kürzeste Straßenverbindung zwischen Wohnung und Betriebsstätte. Die Entfernung ist auf volle Entfernungskilometer abzurunden, d. h., angefangene Kilometer bleiben unberücksichtigt.

Wenn der Unternehmer die private Pkw-Nutzung nach der pauschalen 1%-Methode ermittelt, setzt er den Teil der Aufwendungen an, der auf Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb entfällt und zwar pauschal mit 0,03% je Kalendermonat berechnet vom (auf volle 100 EUR abgerundeten) Bruttolistenpreis des Pkw im Zeitpunkt der Erstzulassung für jeden Entfernungskilometer. Ermittelt der Unternehmer seine private Pkw-Nutzung mit einem Fahrtenbuch, muss er die tatsächlichen Kosten feststellen, die auf die Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb entfallen.

Eingabefelder

Basisdaten

Tragen Sie Namen und Kennzeichen ein.

Wählen Sie das Nutzungsjahr aus, für das Sie die Berechnung durchführen wollen.

Wählen Sie die Antriebsart Verbrennungsmotor oder Elektro- oder Hybridelektromotor aus.

  • Bei der Wahl Elektro- oder Hybridelektromotor erscheint das Feld Anschaffungsjahr, in dem Sie den entsprechenden Wert eintragen

    • Ist das Anschaffungsjahr 2018 oder früher erscheint das Feld Batteriekapazität kwh, in dem Sie den entsprechenden Wert eintragen.

Hinweis

Die Felder Nutzungsjahr und Anschaffungsjahr sind nicht miteinander verbunden. Bitte achten Sie darauf, dass das Anschaffungsjahr nicht nach dem Nutzungsjahr liegt.

Tragen Sie die Entfernung zwischen Wohnung und Betrieb ein (abgerundet auf volle Kilometer).

Anschließend wählen Sie zwischen 1%-Methode oder Fahrtenbuch-Methode.

Entfernen Sie das Häkchen, falls Sie nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind.

Basis der Berechnung von Privatnutzung und Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nach Antriebsart und Anschaffungsjahr

  • Verbrennungsmotor: Berechnungsgrundlage ist der Listenpreis (auf volle 100 EUR abgerundet)
  • Elektro- und Hybridelektromotor

    • Anschaffung 2018 oder früher: Berechnungsgrundlage ist der Listenpreis, gemindert je nach Batteriekapazität und Anschaffungsjahr (auf volle 100 EUR abgerundet)
  • Anschaffung 2019 – 2021: Berechnungsgrundlage sind 50 % des Listenpreises (auf volle 100 EUR abgerundet)

Achtung

Ausnahme bei der Umsatzsteuer

Die Grundlage zur Ermittlung der Umsatzsteuer bei Elektro- und Hybridelektromotor, angeschafft 2018 oder früher, ist der abgerundetete Listenpreis OHNE Minderung nach Batteriekapazität und Anschaffungsjahr. Auch bei Fahrzeugen mit Elektro- oder Hybridelektromotor, angeschafft ab 2019, ist der abgerundete Listenpreis die Grundlage zur Ermittlung de...

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Deutsches Anwalt Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Deutsches Anwalt Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge