GDV präsentiert "Naturgefahrenreport 2012"

Analyse

Mit dem vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) vorgestellten "Naturgefahrenreport 2012" (www.gdv.de) wird den Angaben des GDV zufolge erstmals systematisch die Entwicklung der versicherten Naturgefahren in Deutschland über einen langen Zeitraum hinweg nachgezeichnet und analysiert.

Überschwemmungen

Überschwemmungen können immense Schäden anrichten. Sie können Wohn- und Industriegebäude treffen, und zwar im Flachland ebenso wie im Gebirge.

Milliarden-Schäden

Der bislang größte Elementarschaden an einer einzelnen Betriebsstätte wurde mit 135 Millionen EUR durch eine Überschwemmung im August 2002 verursacht. Das August-Hochwasser entlang der Elbe und der Donau im Jahr 2002 war mit einem Schadenaufwand von 1,8 Milliarden EUR für 107.000 gemeldete Schäden für die Versicherungsbranche nicht billig. In manchen Regionen wurde nahezu ein Viertel aller versicherten Gebäude beschädigt.

Blitzschlag und Überspannung

Eine wachsende zusätzliche Schadendimension zeichnet sich bei Gewittern ab. Schäden entstehen hier nämlich nicht nur durch Brände, die durch einen Blitzeinschlag entfacht werden. Immer häufiger kommt es auch zu Überspannungsschäden an – mehr oder weniger empfindlichen – elektrischen Geräten. Und die halten mehr und mehr Einzug in Unternehmen wie auch in private Haushalte. Betroffen von solchen Schäden sind meist die Hausratversicherungen, die inzwischen zu rund 80 % Überspannungsschäden einschließen.

In besonders schlechter Erinnerung ist den Versicherern das Jahr 2002. Damals gingen rund 610.000 Meldungen über Blitz- und Überspannungsschäden bei ihnen ein. Der Gesamtschaden-Aufwand summierte sich auf den bisherigen Rekordwert von 340 Millionen EUR auf. Regional gesehen ist, was die Häufigkeit von Blitzen angeht, laut den Auswertungen im Naturgefahrenreport 2012 besonders der Süden Deutschlands sowie das Erzgebirge gefährdet. Bei Überspannungsschäden kommt hinzu, dass vor allem ländliche Regionen im Nachteil sind. In städtischen Gebieten mit sehr verzweigten Leitungsnetzen führt ein Blitzeinschlag nämlich deutlich seltener zu einem Überspannungsschaden.

Wintersturm Kyrill

Nach Darstellung des GDV regulieren die deutschen Versicherer im Schnitt jedes Jahr allein in privaten Haushalten 1,3 Millionen Sturm- und Hagelschäden mit einer Entschädigungssumme von insgesamt 1,1 Milliarden EUR. Wenn es um die Anzahl und die Gesamthöhe der versicherten Sachschäden geht, übertrifft der Wintersturm Kyrill im Jahre 2007 nach wie vor alle anderen Naturereignisse in den vergangenen Jahren. Für gut 2 Millionen Schäden musste die Assekuranz damals über 2 Milliarden EUR aufbringen.

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